Kolumne: Alex´Corner

Alex´Corner ist die Formel-1 Kolumne unseres Experten Alex. Hier erfahrt Ihr immer die allerwichtigsten Neuigkeiten, geheime Trends, spekulative Vermutungen und alles, was der wirkliche F1-Fan begehrt. Da, wo sich der Laie wundert und der Fachmann staunt, da fängt Alex´Corner erst an..

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2017-06-11: Das Duell der Giganten geht weiter

2017 mag nicht reich an Überholmanövern sein und wenn man mal von dem Überraschungssieg des Valtteri Bottas in Russland absieht, gab es – und nach Lage der Dinge wird sich daran auch kaum etwas ändern – nur 2 Sieger:

Den 3-maligen Weltmeister Lewis Hamilton sowie den 4-maligen Weltmeister Sebastian Vettel. Diese beiden dominieren die Saison scheinbar nach Belieben. 6 von 7 Rennen beendete Vettel als Sieger oder als Zweiter. Hamilton leistete sich eine Schwäche in Russland und war in Monaco nur 7., was aber weniger an seiner Performance, als viel mehr an der miserablen Ausgangsposition durch verpatztes Qualifying und den wenigen Ausfällen im Vorderfeld lag.

Nach 2 sehr unterschiedlichen Strecken: Monaco als die langsamste und engste Strecke des gesamten Kalenders und danach Kanada, als Highspeedstrecke bekannt, bei der man vor Allem anderen Motorleistung und zuverlässige Bremsen braucht, wird es in den nächsten Wochen und Monaten auch wieder Rennen geben, wo dies spannende Duell wieder Rad an Rad zu beobachten sein kann. Und das macht Lust auf Mehr.

Ohnehin scheint die Autogeneration 2017 wieder mehr den Fahrer in den Vordergrund zu stellen. Nicht nur Vettel und Hamilton stellen Ihre sehr starken Teamkollegen ziemlich gut im Griff haben, auch bei anderen Teams zeigen sich erstaunliche Unterschiede zwischen verschiedenen Fahrern.

Überraschen darf das nur in manchen Fällen. Dass Jolyon Palmer im Renault keine Chance haben würde, seinen Teamkollegen Nico Hülkenberg zu schlagen, hat man erwarten können. Dass Palmer in der bisherigen Saison, selbst dann wenn Hülkenberg hoch in die Punkteränge fahren konnte, einen Achtungserfolg zu verbuchen, ist schon enttäuschend. Der Rückspiegel ist in den meisten Rennen gefühlt wichtiger, als das Gaspedal.

Anders Esteban Ocon, der erst 20 Jahre alt ist. Dieser macht neben Sergio Perez keine schlechte Figur, ohne dabei allerdings zu überragen. Der Abstand zu Perez ist klein, aber er ist beständig vorhanden. Ocon holt überraschend oft Punkte, Perez ist aber immer 1-2 Plätze davor. Aber die Stabilität des jungen Franzosen ist positiv.

Ganz anders hingegen Lance Stroll. Mit 18 Jahren ist er halb so alt wie sein Teamkolleg Massa. Und das scheint einfach zu früh gewesen zu sein. Als Formel 3 Europameister hat er Speed bewiesen, in den ersten 7 Rennen der Formel 1 hingegen konnte er hiervon noch gar nichts zeigen. 3 Ausfälle in den ersten 3 Rennen dürfen passieren, die Ergebnisse, wenn er ankommt, sind aber einfach mau. Kein Punkt in 6 Rennen; selbst in Kanada mit vielen Ausfällen auf einer Strecke, die dem Williams auf den Leib geschneidert scheint (was Massa im Qualifying auch bewiesen hat) hat Stroll nur 2 magere Pünktchen ergattert.

Noch ist das nicht das Ende, aber wenn er die Saison im Williams zu Ende fahren will, dann muss er dem Schwung aus dem kleinen Erfolg in Kanada jetzt mitnehmen und mehr zeigen als bislang.

Aber im Angesicht des Schlagabtausches zwischen Hamilton und Vettel verblassen leider die interessanten Kämpfe im Mittel- und Hinterfeld ein wenig.

Euer Alex!

 

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